Rückblick auf die FSV-Exkursionen des Jahres 2012 |
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Sonntag, den 15. April 2012, 9.00 -13.30 Uhr
Uferschnepfen und andere Wiesenbrüter / Gelegeschutzprogramm im Niedervieland

Vom Ganterteich in Ganderkesee ging es in Fahrgemeinschaften zu Piepers Mühlenhaus an der Wiedbrokstraße in Bremen. Dort übernahm Dipl. Geographin Karin Menke die Exkursion. Sie führte durch das Landschaftsschutzgebiet (LSG) „Niedervieland – Wiedbrok – Stromer Feldmark“. Dieses Gebiet hat eine Größe von 904 ha, und es gibt hier im Gegensatz zum überregionalen Trend eine günstige Bestandsentwicklung von Wiesenlimikolen (Watvögel, die an Feuchtgebiete gebunden sind). Diese ist möglich durch:
- das großflächige Grünlandgebiet mit einem dichten Grabennetz
- noch vorhandene Populationen, trotz eines starken Zusammenbruchs in den 1980er Jahren
- einen hohen Anteil Ausgleichsflächen (u.a. mit Anhebung der Grabenwasserstände, landwirtschaftliche Nutzungsauflagen), (ca. 1/5 der LSG-Fläche)
- ein Gebietsmanagement (u.a. Augenmerk auf Wasserstände, landwirtschaftliche Nutzung, gute Entwicklung von seltenen Tieren und Pflanzen)
- einen hohen Anteil von Flächen aus dem KoopNat-Programm; (freiwilliges Programm für den Landwirt, mit unterschiedlichen Nutzungsauflagen; 2012 = ca. 1/5 der LSG-Fläche)
- ein Gelegeschutzprojekt auf allen anderen Flächen, in Zusammenarbeit mit den Landwirten
Die folgenden Vögel konnten beobachtet werden:
| Wiesenlimikolen: | außerdem: | |
| Kiebitz | Höckerschwan | Rohrweihe |
| Uferschnepfe | Nilgans | Mäusebussard |
| Großer Brachvogel | Graugans | Turmfalke |
| Bekassine | Brandgans | Feldlerche |
| Rotschenkel | Stockente | Wiesenpieper |
| Löffelente | Bachstelze | |
| Graureiher | Wiesenschafstelze |
Durchgefroren kehrten die Exkursionsteilnehmer zu den Autos zurück und wärmten sich bei Kaffee oder Tee und Kuchen wieder auf.

Großer Brachvogel nach Wikipedia (Andreas Trepte, www.photo-natur.de)
Sonntag, den 18. März 2012, 9.00 - 12.00 Uhr
Mittelspechte und andere Vögel im Stenumer Wald / Bedeutung alter Bäume
Auf einer gemeinsamen Exkursion von Fuhrenkamp Schutzverein und der Gesellschaft Verein Freunde des Hasbruchs e.V. ging es unter Leitung von Klaus und Pia Handke in den Stenumer Wald. 37 Teilnehmer, darunter zahlreiche Jugendliche und Kinder, erlebten viele Grasfrösche am Laichplatz und eine sehr artenreiche Vogelfauna mit Mäusebussard, Habicht (Balz), Sperber, Ringeltaube, Hohltaube, Grün-, Bunt- und Mittelspecht (mehrere Ex.), Zaunkönig, Zilpzalp, Wintergoldhähnchen und Sommergoldhähnchen, Rotkehlchen, Singdrossel, Amsel, Blau-, Kohl- und Tannenmeise, Gartenbaumläufer, Waldbaumläufer, Kleiber, Star, Eichelhäher, Dohle, Rabenkrähe, Buchfink, Stieglitz und Kernbeißer.
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| Grasfrösche | Mittelspecht nach Wikipedia |
Es blühten die ersten Buschwindröschen.
Leider fand sich auch ein toter Waldkauz, der offensichtlich an einen Draht angeflogen war. Während der Wanderung wurde auch eine Weinbergschnecke entdeckt.
Die Teilnehmer erfuhren u.a. etwas über Waldgeschichte, Bedeutung von Totholz und lernten die wichtigsten Baumarten sowie die älteste Eiche und Rotbuche kennen. Beeindruckend waren auch die großen Stechpalmenbestände und einige bizarr geformte Hainbuchen.

Sonntag, den 4. März 2012
Exkursion in den Holler Polder
Die zweite Exkursion des Fuhrenkamp-Schutzvereins in diesem Jahr führte die 29 Teilnehmer bei schönstem Frühlingswetter und 17°C in den Holler Polder an die Hunte. Unter Führung von K. und P. Handke und mit Unterstützung von M. Kunterding, M. Himmel und H. Lambracht konnten wir tausende Bläss-(über 1500) und Nonnengänse (über 3000) sehr nah äsend und fliegend beobachten. Dabei wurde auch eine Blässgans mit Halsband („DLH“) gesehen. Sie wurde in 4000 km Entfernung im Pyasima Delta beringt.

Dabei kamen 5 Spektive ()!!) und unsere Leihferngläser zum Einsatz. Sehr nah überflogen uns auch 20 Kraniche und die ersten Feldlerchen sangen.
Auf den Wiesen konnten wir Hunderte Kiebitze und Stare auf dem Heimzug und sogar zwei Große Brachvögel beobachten.
Weiterhin wurden Grau-, Band- und Nilgänse, eine weiße Nonnengans, Pfeif-, Krick-, Schnatter-, Löffel- und Spießenten, Gänsesäger, Mäusebussard, Austernfischer, Mantel-, Silber-, Sturm- und Lachmöwen, Hohltaube, Wacholderdrossel und Rohrammer registriert.

Traditionell bildeten Kaffee-, Tee- und Kuchenbuffet – diesmal sogar mit selbstgemachten Pralinen - den Abschluss.
Sonntag, den 29. Januar 2012, 10.00 - 14.00 Uhr
Gänsesäger und Schellente auf der Weser
Gänsesäger nach Wikipaedia
Unter dem Motto „Gänsesäger und Schellente an der Weser“ besuchten 18 Teilnehmer am 29.1.12 im Rahmen einer FSV-Exkursion bei eisigen Temperaturen verschiedene Wasservogelrastplätze im Niedervieland. Mithilfe von drei Spektiven und unter Führung von Klaus und Pia Handke konnten wieder viele Vogelarten von allen Teilnehmern gut beobachtet werden. Die Zielarten Schellente und Gänsesäger ließen sich gut auf der Weser beobachten. An der Ochtummündung wurden außerdem viele Graugänse, Brandgänse, 1 Nonnengans, Haubentaucher, Stock-, Krick-, Schnatter-, Pfeif-, Tafel- und Reiherente, Sturm-, Lach- und Mantelmöwe beobachtet sowie 3 Singdrosseln.
An der Weser fanden wir viele Graureiher, einzelne Zwergtaucher gut versteckt an einer Spundwand, Mantel- und Silbermöwen und viele Kormorane sowie einen großen Bekassinentrupp. An der Kläranlage zeigten sich Blässhuhn, Krick-, Reiher- und Schnatterente.
Der letzte Exkursionspunkt war der Beobachtungsstand an der Brokhuchtinger Landstraße im NSG Brokhuchting. Obwohl das Gebiet schon weitgehend zugefroren war, konnten wir dort noch viele Pfeifenten, Brand-, Grau- und Nonnengänse, 2 Silberreiher und eine Löffelente beobachten.
Nach Kaffee, Tee und Kuchen sahen wir noch einen großen Trupp rastender Grau- und Blässgänse, bevor die Exkursion pünktlich um 14.00 h am Ganterteich in Ganderkesee ihren Abschluss fand.
Schellente nach Wikipaedia
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